Gespannte Stille herrschte bei den großen und kleinen Zuschauern im Saal des Pelkovenschlössls, als am 3. und 4. Advent keltische Mythen in Moosach einzogen. Der vertrottelte Professor Pirkasser, seines Zeichens Spezialist für keltische Frühgeschichte, hatte doch offensichtliche noch einige Wissenslücken über die Sagenwelt der Kelten. Doch die mystische Druidin Branwen klärte behutsam seine Fragen und entführte den Professor und auch die Zuschauer in die keltische Vorzeit. Im ersten Stück fand König Cormac in einem Abenteuer in der Anderswelt seine geliebte Familie wieder und erlangte Weisheit und Lebensfreude. Eine Woche später standen dann sogar zwei Märchen aus späterer Zeit im Vordergrund: Eine Prinzessin kämpft durch ihre unerschütterliche Liebe zu Tam Lin, dem Feenritter, gegen die scheinbar übermächtige Feenkönigin und rettet ihren Geliebten aus der Feenwelt. Und aus der Übergangszeit vom alten keltischen Glauben hin zum Christentum stammt die Geschichte vom jungen König Artus, der von den Tieren lernt, wie er das legendäre Schwert Excalibur befreien kann. Nach den Geschichten, in denen neben Branwen und dem Professor noch einige Puppen und Figuren in andere Rollen geschlüpft sind, erzählte der Professor den erstaunten Zuschauern dann noch, welche Traditionen und Rituale der Kelten wir bis in unsere Zeit bewahrt haben. Und mit dem Wissen um die magischen Rauhnächte, das Jahresrad und die Wiedergeburt des Sonnenkindes verließen die Menschen berührt das Schloss, äh, das Schlössl.