Samhain, Beltane, Lughnasadh – all das sind uralte Feste und Rituale im Jahreskreislauf, die die Menschen lange vor der Christianisierung in Europa gefeiert haben. Viele dieser keltischen Bräuche haben bis in unsere heutige Zeit überlebt, ohne dass wir wissen, woher sie stammen. Ute Reiber und Manuel Boecker von der Kulturzentrale „KULTUR LE MUC“ erwecken in der Weihnachtszeit zwei dieser Mythen wieder zum Leben. Kein leichtes Unterfangen, da die Kelten keine schriftlichen Aufzeichnungen kannten und die Sagen teilweise erst Jahrhunderte später aufgeschrieben wurden. Die beiden Teile „Von Königen und der Anderswelt“ und „ Heldinnen in uralter Zeit“ sind szenische Lesungen für Kinder und Erwachsene, atmosphärisch bebildert mit Puppen und Objekten.

Sonntag,15.12.2019   15 Uhr
„König Cormac Reise in die Anderswelt“
Jeder von uns ist ein König, denn er muss sein eigenes Reich, sich selber, regieren und sein Leben beherrschen. Diese Botschaft steckt im uralten Märchen von König Cormac, der für eine Verlockung seine geliebte Familie eintauschte und diese auf einem mühevollen und lehrreichen Weg in die Anderswelt wiedergewinnt. Auf seinem Weg trifft er einen Burschen, der immer nur für andere schuftet und einen Reiter, dessen Gier nach mehr immer wieder vom Winde verweht wird. Diese Figuren scheinen als Warnung bis in unsere Zeit herüber, sich lieber auf die Freunde und die Wahrheit zu verlassen. König Cormac ist ein zentraler Bestandteil der irisch-keltischen Sagenwelt und eingebunden in einen ganzen Kosmos von Sagen und Helden.